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Wie kann Brandenburg klimaneutral werden?

Bringen Sie Ihre Vorschläge ein!

bild Foto: dotschock/Shutterstock

Hier Ihre Maßnahmenvorschläge in den Handlungsfeldern (HF) eintragen

Pro Handlungsfeld des Klimaplans gibt es ein Antwortfeld. Sie können mehrere Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern eintragen.

Sie haben auch die Möglichkeit, die Maßnahmen anderer Teilnehmenden zu bewerten.

 

Es ist keine Registrierung erforderlich, um Ihre Vorschläge einzugeben. Für die Bewertung der Maßnahmen anderer Teilnehmenden ist eine Registrierung jedoch erforderlich.

 

Hier finden Sie das Dokument mit der Erläuterung der Sektoren und Handlungsfelder des Klimaplans

Wir bedanken uns für Ihre zahlreichen Maßnahmenvorschläge!
Die Teilnahme an der Online-Beteiligung war vom 6. Mai bis zum 3. Juni 2022 möglich.
Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet.

HF 1 Energie und Wasserstoffwirtschaft

Mit der Abschaltung der ersten Blöcke im Kraftwerk Jänschwalde hat der Kohleausstieg in Brandenburg begonnen. Der Übergang zu einer klimaneutralen Energieversorgung, die in Brandenburg bereits seit langem eingeleitet worden ist, muss deshalb deutlich beschleunigt werden. Die Anstrengungen richten sich dabei vor allem auf den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaik und Windenergie, auf den Ausbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft sowie auf Maßnahmen der Energieeffizienz.

 

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bild Foto: © VRD/Fotolia.com

HF 2 Klimaneutrale Industrie

Brandenburg ist ein Industrieland, d.h. die Industrie ist und bleibt von entscheidender Bedeutung für den Wirtschaftsstandort. Sie leistet einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand sowie zur Bewältigung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Herausforderungen im Land.

Die Weiterentwicklung Brandenburgs zum klimaneutralen Industrieland ist die zentrale strategische Herausforderung und ein entscheidender Baustein für seine Zukunftsfähigkeit. Dabei wird den systemrelevanten energieintensiven Unternehmen aus den Bereichen Stahl, Zement, Papier und Chemie eine besonders herausgehobene Rolle zukommen.

 

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bild Foto © Babett Gieser/Landesamt für Umwelt

HF 3 Wärmewende, Bauen und Wohnen

Der Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand in Brandenburg erfordert die Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien, die Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäudehüllen sowie klimaneutrales und nachhaltiges Planen und Bauen. Neben der Betrachtung von Einzelgebäuden spielt die Quartiersbetrachtung eine wichtige Rolle.

Im Quartier können gebäudeübergreifende, klimafreundliche Versorgungslösungen (insbesondere über Nah- und Fernwärme) realisiert sowie Möglichkeiten der Sektorenkopplung und der dezentralen Energiespeicherung effizient geplant und genutzt werden. Da die Wärmewende entscheidend auf kommunaler Ebene stattfindet, kommt der Unterstützung der kommunalen Wärmewende eine besondere Bedeutung zu.

 

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bild Foto: © Ines Porada/stock.adobe.com

HF 4 Verkehr und Mobilität

Als Flächenland steht Brandenburg bei der Verkehrs- und Mobilitätswende zur Klimaneutralität vor besonderen Herausforderungen. Im Fokus stehen dabei die Verkehrsvermeidung sowie eine Verkehrsverlagerung vom Motorisierten Individualverkehr auf umweltfreundlichere Verkehrsarten.

Ziel der Landesregierung ist es, den Anteil des Umweltverbundes (ÖPNV, Rad und Fußverkehr) am Modal Split bis zum Jahr 2030 auf 60 Prozent zu erhöhen. Besonderer Handlungsbedarf besteht zudem bei der Antriebswende hin zu klimaneutralen Antriebslösungen (insbesondere batterieelektrische aber auch die Brennstoffzellentechnologie sowie Übergangslösungen wie synthetische Kraftstoffe) mit dem dazu erforderlichen Infrastrukturausbau, um den verbleibenden Teil des motorisierten Verkehrs zu dekarbonisieren und umweltgerechter zu gestalten.

 

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bild © Antje Reschke/MLUK

HF 5 Landwirtschaft und Ernährung

Brandenburg ist ein agrarisch geprägtes Bundesland, fast die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Eine vollständige Vermeidung der damit verbundenen, vor allem aus der Tierhaltung und der Nutzung der landwirtschaftlichen Böden stammenden Methan- und Lachgasemissionen ist aufgrund natürlicher Prozesse nicht möglich und auch nicht sinnvoll.

Als Ziel wird eine klimaschonende und gleichzeitig betriebswirtschaftlich tragfähige Entwicklung der Landwirtschaft verfolgt, bei der die nachhaltig wirkenden Potentiale zur Effizienzsteigerung und Emissionsminderung durch weitere Veränderungen in der Tierhaltung, der Landnutzungsformen und -intensitäten und der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und dem Übergang zu einer klimagerechten Ernährung genutzt werden sollen. Die Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien bietet zudem hohe Potentiale als zentrale Komponente des betriebswirtschaftlichen Ergebnisses.

 

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bild Foto: © Irina Franken/MLUK

HF 6 Abfall und Kreislaufwirtschaft

Der Wandel von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft ist notwendig, um Ressourcen nachhaltiger zu nutzen und Klimaneutralität zu erreichen. Mit der Kreislaufwirtschaft sollen stoffliche Kreisläufe geschlossen werden. Durch Recycling und Wiederverwendung können erhebliche Einsparungen fossiler Energieträger, primärer Rohstoffe und von Neuprodukten erreicht werden.

Die Kreislaufwirtschaft hat auch in den Bereichen Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Bauen und Landwirtschaft erhebliche Relevanz. Die Landesregierung will zudem die bereits erfolgreiche Reduktion der Methanemissionen aus Deponien weiter beschleunigen, die Abfallverbrennung zugunsten der Abfallvermeidung und des Recyclings reduzieren und die CO2-Emissionen beim Abfalltransport mindern.

 

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bild Foto: Stockwerk-Fotodesign/stock.adobe.com

HF 7 Landnutzung, Forstwirtschaft und Senkenwirkung

Um insgesamt Treibhausgasneutralität zu erreichen, müssen nicht-vermeidbare Restemissionen (wie in der Landwirtschaft) durch die entsprechend zu stärkende Fähigkeit der Wälder und Böden, Kohlenstoff zu speichern, kompensiert werden. Für Brandenburg als einem der waldreichsten Bundesländer und außerdem einem hohen Anteil an Moorflächen und Schutzgebieten liegt hier eine zentrale Herausforderung auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Die Brandenburger Wälder müssen auch angesichts des zunehmenden Klimawandels stabilisiert und gestärkt werden. Zugleich ist eine ambitionierte Emissionsminderung bei der Nutzung von Moorböden erforderlich. Auch bei mineralischen Böden besteht im Hinblick auf eine noch nachhaltigere Bewirtschaftung Handlungsbedarf.

 

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bild © Dr. Thilo Geisel/MLUK

HF 8 Übergreifende Handlungsschwerpunkte

HF 8.1 Vorbildrolle öffentliche Hand
(u.a. Treibhausgasneutrale Landesverwaltung)

Die öffentliche Hand hat eine zentrale Vorbildfunktion bei der Erreichung von Klimaneutralität. Das Land beabsichtigt seine Behörden und öffentlichen Einrichtungen in allen emissionsrelevanten Bereichen systematisch auf Klimaneutralität umzustellen, darunter bspw. die Liegenschaften, die Strom- und Wärmeversorgung, die Fuhrparke sowie das Beschaffungswesen. Als Flächeneigentümerin wird das Land ebenfalls seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Auch auf kommunaler Ebene sollte das Verwaltungshandeln klimaneutral gestaltet werden.

 

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Eine Computertastatur aus dem Material Holz.

 

 

HF 8.2 Klimaschonende und nachhaltige Raumentwicklung

Durch vielfältige Flächenbedarfe können bereits bestehende Flächenkonkurrenzen durch den angestrebten Wandel zur Klimaneutralität weiter verstärkt werden. Einer klimaschonenden und nachhaltigen Raumentwicklung und -planung kommt eine zentrale Bedeutung zu, um die verschiedenen Nutzungsansprüche an den Raum abzuwägen und dabei auch eine ausreichende Flächenbereitstellung für die Entwicklung von erneuerbaren Energien und deren Infrastruktur vorzusehen.

Mit Festlegungen zu einer flächensparenden und klimaschonenden Siedlungs- und Verkehrsentwicklung und einer ausreichenden Sicherung wertvoller Freiräume (zum Beispiel Wälder und Moore) trägt die Raumplanung zu einer klimaschonenden und nachhaltigen Raumentwicklung bei. Diese wesentlichen Festlegungen im Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg werden in Brandenburg durch Regionalpläne konkretisiert, die von den fünf Regionalen Planungsgemeinschaften aufgestellt werden und in denen u.a. Gebiete für die Windenergienutzung festzulegen sind.

 

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Junge Frau mit Papierbogen in der Hand. Sie betrachtet und gestaltet eine naturnah gestaltete Architektur-Konstruktion. Es handelt sich um ein Gebäude-Modell mit Dachbegrünung und vielen Bäumen davor.

 

 

HF 8.3 Bioökonomie
(u.a. Ersatz von fossilen durch biogene Rohstoffe)

Die Bioökonomie zielt auf den Ersatz fossiler durch biobasierte Ressourcen (biogene Rohstoffe, Reststoffe und Abfälle) in allen wirtschaftlichen Sektoren und leistet einen Beitrag zur Dekarbonisierung, Ressourcenschonung sowie Reduzierung der Umweltverschmutzung. Insofern spielt sie bei der Erreichung von Klimaneutralität eine zentrale Rolle. Die Landesregierung will den Umbau der Wirtschaft zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen und biobasierten Kreislaufwirtschaft in Forschung, Innovation und Wirtschaft unterstützen und dabei regionale Wertschöpfungspotenziale heben.

Handlungsbereiche der Bioökonomie finden sich neben der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft beispielsweise in der Energie- und Textilwirtschaft sowie in der Chemie- und Pharmaindustrie. Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe reicht dabei von der stofflichen bis zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

 

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Versuchspflanzen im Glas.

 

 

HF 8.4 Klima-Governance
(Politische Strukturen für effektiven Klimaschutz)

Für die Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen auf dem Weg hin zur Klimaneutralität sind im Land Brandenburg effiziente und effektive politische Prozesse, Strukturen und Institutionen erforderlich, um dem steigenden Bedarf an Integration und Koordination zwischen Akteuren, Ebenen und Sektoren sowie den Anforderungen eines kontinuierlichen Monitorings, Lernprozesses und fortlaufend angepasster Steuerung nachzukommen. Eine solche politische Governance-Struktur wird im Hinblick auf die Landesebene fortgesetzt.

 

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HF 8.5 Einflussnahme auf bundespolitische Rahmenbedingungen für die Klimaneutralität

Das Land Brandenburg wird zur Erreichung der Klimaneutralität auf die auf Landesebene erforderlichen und geeigneten bundespolitischen Rahmenbedingungen einwirken. Hierfür sind je nach Thema zum einen Koalitionen mit anderen Flächenländern, aber auch mit dem Partnerland Berlin (als Metropolenraum), oder anderen Bundesländern sinnvoll.

 

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Laufende Sitzung im Bundesrat.

 

 

HF 8.6 Fachkräfteoffensive: Aus- und Weiterbildung

Die Transformationsgeschwindigkeit zur Zielerreichung eines klimaneutralen Brandenburgs ist unter anderem an das Fachkräfteangebot gekoppelt. Es bedarf wirksamer Maßnahmen und Initiativen, um den bereits heute spürbaren Fachkräftemängel zu beheben, um kurz- bis mittelfristig auf eine signifikante Steigerung des erforderlichen Ausbaus der Erneuerbaren Energie und bei der Sanierung von Gebäuden reagieren zu können. Hierbei ist auch die inhaltliche Ausgestaltung der Aus- und Weiterbildung an die aktuellen Bedarfe der Transformation und des Klimaschutzes anzupassen.

 

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Eine Tischlerin und zwei Tischler bei der Arbeit.

 

 

HF 8.7 Bildung, Wissenschaft und Forschung

Der möglichst rasche Umstieg auf klimaneutrale Technologien und Infrastrukturen in allen gesellschaftlichen Bereichen wird bereits durch eine aktive Bildungs-, Forschungs- und Wissenschaftspolitik flankiert. Brandenburgische Hochschulen und Forschungseinrichtungen leisten bereits essentielle Beiträge zum Monitoring und zur Bewertung der Folgen des Klimawandels sowie zur Entwicklung von Lösungsstrategien und der Politikberatung.

Die Klimabildung in allen Bildungsbereichen systematisch zu integrieren spielt eine maßgebliche Rolle, um das Thema Klimaschutz auf gesellschaftlicher Ebene zu verankern sowie Anknüpfungspunkte und Handlungsoptionen in allen Lebensbereichen der Bevölkerung zu vermitteln.

 

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HF 8.8 Akzeptanz und Verbraucherschutz

Der rasche Umbau hin zur Klimaneutralität bedarf der Unterstützung und Mitwirkung aller Brandenburgerinnen und Brandenburger. Hier gilt es seitens des Landes um geeignete Unterstützung seitens des Bundes und der EU zu werben und Förderung bereitzustellen sowie die wirtschaftlichen Beteiligungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.

Die Landesregierung will die Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem Weg in ein klimaneutrales Leben stärken und unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem nachhaltigen und möglichst klimaneutralen Konsum. Dabei ist eine finanzielle Überforderung der Verbraucherinnen und Verbraucher zu vermeiden.

 

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HF 1 Energie und Wasserstoffwirtschaft

Mit der Abschaltung der ersten Blöcke im Kraftwerk Jänschwalde hat der Kohleausstieg in Brandenburg begonnen. Der Übergang zu einer klimaneutralen Energieversorgung, die in Brandenburg bereits seit langem eingeleitet worden ist, muss deshalb deutlich beschleunigt werden. Die Anstrengungen richten sich dabei vor allem auf den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaik und Windenergie, auf den Ausbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft sowie auf Maßnahmen der Energieeffizienz.

 

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HF 2 Klimaneutrale Industrie

Brandenburg ist ein Industrieland, d.h. die Industrie ist und bleibt von entscheidender Bedeutung für den Wirtschaftsstandort. Sie leistet einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand sowie zur Bewältigung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Herausforderungen im Land.

Die Weiterentwicklung Brandenburgs zum klimaneutralen Industrieland ist die zentrale strategische Herausforderung und ein entscheidender Baustein für seine Zukunftsfähigkeit. Dabei wird den systemrelevanten energieintensiven Unternehmen aus den Bereichen Stahl, Zement, Papier und Chemie eine besonders herausgehobene Rolle zukommen.

 

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HF 3 Wärmewende, Bauen und Wohnen

Der Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand in Brandenburg erfordert die Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien, die Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäudehüllen sowie klimaneutrales und nachhaltiges Planen und Bauen. Neben der Betrachtung von Einzelgebäuden spielt die Quartiersbetrachtung eine wichtige Rolle.

Im Quartier können gebäudeübergreifende, klimafreundliche Versorgungslösungen (insbesondere über Nah- und Fernwärme) realisiert sowie Möglichkeiten der Sektorenkopplung und der dezentralen Energiespeicherung effizient geplant und genutzt werden. Da die Wärmewende entscheidend auf kommunaler Ebene stattfindet, kommt der Unterstützung der kommunalen Wärmewende eine besondere Bedeutung zu.

 

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HF 4 Verkehr und Mobilität

Als Flächenland steht Brandenburg bei der Verkehrs- und Mobilitätswende zur Klimaneutralität vor besonderen Herausforderungen. Im Fokus stehen dabei die Verkehrsvermeidung sowie eine Verkehrsverlagerung vom Motorisierten Individualverkehr auf umweltfreundlichere Verkehrsarten.

Ziel der Landesregierung ist es, den Anteil des Umweltverbundes (ÖPNV, Rad und Fußverkehr) am Modal Split bis zum Jahr 2030 auf 60 Prozent zu erhöhen. Besonderer Handlungsbedarf besteht zudem bei der Antriebswende hin zu klimaneutralen Antriebslösungen (insbesondere batterieelektrische aber auch die Brennstoffzellentechnologie sowie Übergangslösungen wie synthetische Kraftstoffe) mit dem dazu erforderlichen Infrastrukturausbau, um den verbleibenden Teil des motorisierten Verkehrs zu dekarbonisieren und umweltgerechter zu gestalten.

 

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HF 5 Landwirtschaft und Ernährung

Brandenburg ist ein agrarisch geprägtes Bundesland, fast die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Eine vollständige Vermeidung der damit verbundenen, vor allem aus der Tierhaltung und der Nutzung der landwirtschaftlichen Böden stammenden Methan- und Lachgasemissionen ist aufgrund natürlicher Prozesse nicht möglich und auch nicht sinnvoll.

Als Ziel wird eine klimaschonende und gleichzeitig betriebswirtschaftlich tragfähige Entwicklung der Landwirtschaft verfolgt, bei der die nachhaltig wirkenden Potentiale zur Effizienzsteigerung und Emissionsminderung durch weitere Veränderungen in der Tierhaltung, der Landnutzungsformen und -intensitäten und der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und dem Übergang zu einer klimagerechten Ernährung genutzt werden sollen. Die Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien bietet zudem hohe Potentiale als zentrale Komponente des betriebswirtschaftlichen Ergebnisses.

 

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HF 6 Abfall und Kreislaufwirtschaft

Der Wandel von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft ist notwendig, um Ressourcen nachhaltiger zu nutzen und Klimaneutralität zu erreichen. Mit der Kreislaufwirtschaft sollen stoffliche Kreisläufe geschlossen werden. Durch Recycling und Wiederverwendung können erhebliche Einsparungen fossiler Energieträger, primärer Rohstoffe und von Neuprodukten erreicht werden.

Die Kreislaufwirtschaft hat auch in den Bereichen Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Bauen und Landwirtschaft erhebliche Relevanz. Die Landesregierung will zudem die bereits erfolgreiche Reduktion der Methanemissionen aus Deponien weiter beschleunigen, die Abfallverbrennung zugunsten der Abfallvermeidung und des Recyclings reduzieren und die CO2-Emissionen beim Abfalltransport mindern.

 

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HF 7 Landnutzung, Forstwirtschaft und Senkenwirkung

Um insgesamt Treibhausgasneutralität zu erreichen, müssen nicht-vermeidbare Restemissionen (wie in der Landwirtschaft) durch die entsprechend zu stärkende Fähigkeit der Wälder und Böden, Kohlenstoff zu speichern, kompensiert werden. Für Brandenburg als einem der waldreichsten Bundesländer und außerdem einem hohen Anteil an Moorflächen und Schutzgebieten liegt hier eine zentrale Herausforderung auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Die Brandenburger Wälder müssen auch angesichts des zunehmenden Klimawandels stabilisiert und gestärkt werden. Zugleich ist eine ambitionierte Emissionsminderung bei der Nutzung von Moorböden erforderlich. Auch bei mineralischen Böden besteht im Hinblick auf eine noch nachhaltigere Bewirtschaftung Handlungsbedarf.

 

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HF 8 Übergreifende Handlungsschwerpunkte

HF 8.1 Vorbildrolle öffentliche Hand
(u.a. Treibhausgasneutrale Landesverwaltung)

Die öffentliche Hand hat eine zentrale Vorbildfunktion bei der Erreichung von Klimaneutralität. Das Land beabsichtigt seine Behörden und öffentlichen Einrichtungen in allen emissionsrelevanten Bereichen systematisch auf Klimaneutralität umzustellen, darunter bspw. die Liegenschaften, die Strom- und Wärmeversorgung, die Fuhrparke sowie das Beschaffungswesen. Als Flächeneigentümerin wird das Land ebenfalls seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Auch auf kommunaler Ebene sollte das Verwaltungshandeln klimaneutral gestaltet werden.

 

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Eine Computertastatur aus dem Material Holz.

 

 

HF 8.2 Klimaschonende und nachhaltige Raumentwicklung

Durch vielfältige Flächenbedarfe können bereits bestehende Flächenkonkurrenzen durch den angestrebten Wandel zur Klimaneutralität weiter verstärkt werden. Einer klimaschonenden und nachhaltigen Raumentwicklung und -planung kommt eine zentrale Bedeutung zu, um die verschiedenen Nutzungsansprüche an den Raum abzuwägen und dabei auch eine ausreichende Flächenbereitstellung für die Entwicklung von erneuerbaren Energien und deren Infrastruktur vorzusehen.

Mit Festlegungen zu einer flächensparenden und klimaschonenden Siedlungs- und Verkehrsentwicklung und einer ausreichenden Sicherung wertvoller Freiräume (zum Beispiel Wälder und Moore) trägt die Raumplanung zu einer klimaschonenden und nachhaltigen Raumentwicklung bei. Diese wesentlichen Festlegungen im Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg werden in Brandenburg durch Regionalpläne konkretisiert, die von den fünf Regionalen Planungsgemeinschaften aufgestellt werden und in denen u.a. Gebiete für die Windenergienutzung festzulegen sind.

 

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Junge Frau mit Papierbogen in der Hand. Sie betrachtet und gestaltet eine naturnah gestaltete Architektur-Konstruktion. Es handelt sich um ein Gebäude-Modell mit Dachbegrünung und vielen Bäumen davor.

 

 

HF 8.3 Bioökonomie
(u.a. Ersatz von fossilen durch biogene Rohstoffe)

Die Bioökonomie zielt auf den Ersatz fossiler durch biobasierte Ressourcen (biogene Rohstoffe, Reststoffe und Abfälle) in allen wirtschaftlichen Sektoren und leistet einen Beitrag zur Dekarbonisierung, Ressourcenschonung sowie Reduzierung der Umweltverschmutzung. Insofern spielt sie bei der Erreichung von Klimaneutralität eine zentrale Rolle. Die Landesregierung will den Umbau der Wirtschaft zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen und biobasierten Kreislaufwirtschaft in Forschung, Innovation und Wirtschaft unterstützen und dabei regionale Wertschöpfungspotenziale heben.

Handlungsbereiche der Bioökonomie finden sich neben der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft beispielsweise in der Energie- und Textilwirtschaft sowie in der Chemie- und Pharmaindustrie. Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe reicht dabei von der stofflichen bis zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

 

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Versuchspflanzen im Glas.

 

 

HF 8.4 Klima-Governance
(Politische Strukturen für effektiven Klimaschutz)

Für die Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen auf dem Weg hin zur Klimaneutralität sind im Land Brandenburg effiziente und effektive politische Prozesse, Strukturen und Institutionen erforderlich, um dem steigenden Bedarf an Integration und Koordination zwischen Akteuren, Ebenen und Sektoren sowie den Anforderungen eines kontinuierlichen Monitorings, Lernprozesses und fortlaufend angepasster Steuerung nachzukommen. Eine solche politische Governance-Struktur wird im Hinblick auf die Landesebene fortgesetzt.

 

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HF 8.5 Einflussnahme auf bundespolitische Rahmenbedingungen für die Klimaneutralität

Das Land Brandenburg wird zur Erreichung der Klimaneutralität auf die auf Landesebene erforderlichen und geeigneten bundespolitischen Rahmenbedingungen einwirken. Hierfür sind je nach Thema zum einen Koalitionen mit anderen Flächenländern, aber auch mit dem Partnerland Berlin (als Metropolenraum), oder anderen Bundesländern sinnvoll.

 

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Laufende Sitzung im Bundesrat.

 

 

HF 8.6 Fachkräfteoffensive: Aus- und Weiterbildung

Die Transformationsgeschwindigkeit zur Zielerreichung eines klimaneutralen Brandenburgs ist unter anderem an das Fachkräfteangebot gekoppelt. Es bedarf wirksamer Maßnahmen und Initiativen, um den bereits heute spürbaren Fachkräftemängel zu beheben, um kurz- bis mittelfristig auf eine signifikante Steigerung des erforderlichen Ausbaus der Erneuerbaren Energie und bei der Sanierung von Gebäuden reagieren zu können. Hierbei ist auch die inhaltliche Ausgestaltung der Aus- und Weiterbildung an die aktuellen Bedarfe der Transformation und des Klimaschutzes anzupassen.

 

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Eine Tischlerin und zwei Tischler bei der Arbeit.

 

 

HF 8.7 Bildung, Wissenschaft und Forschung

Der möglichst rasche Umstieg auf klimaneutrale Technologien und Infrastrukturen in allen gesellschaftlichen Bereichen wird bereits durch eine aktive Bildungs-, Forschungs- und Wissenschaftspolitik flankiert. Brandenburgische Hochschulen und Forschungseinrichtungen leisten bereits essentielle Beiträge zum Monitoring und zur Bewertung der Folgen des Klimawandels sowie zur Entwicklung von Lösungsstrategien und der Politikberatung.

Die Klimabildung in allen Bildungsbereichen systematisch zu integrieren spielt eine maßgebliche Rolle, um das Thema Klimaschutz auf gesellschaftlicher Ebene zu verankern sowie Anknüpfungspunkte und Handlungsoptionen in allen Lebensbereichen der Bevölkerung zu vermitteln.

 

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HF 8.8 Akzeptanz und Verbraucherschutz

Der rasche Umbau hin zur Klimaneutralität bedarf der Unterstützung und Mitwirkung aller Brandenburgerinnen und Brandenburger. Hier gilt es seitens des Landes um geeignete Unterstützung seitens des Bundes und der EU zu werben und Förderung bereitzustellen sowie die wirtschaftlichen Beteiligungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.

Die Landesregierung will die Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem Weg in ein klimaneutrales Leben stärken und unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem nachhaltigen und möglichst klimaneutralen Konsum. Dabei ist eine finanzielle Überforderung der Verbraucherinnen und Verbraucher zu vermeiden.

 

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Die Handlungsfelder des Klimaplans dienen als Bezugsrahmen für die Erarbeitung von Maßnahmen. Sie beziehen sich auf die Handlungsmöglichkeiten der Landesebene.

 

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